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Montag, 5. Dezember 2016

Johanna Winkel van Sinkel und die Elbe | Hamburg 122016

Ein Ausflug im Winter hat den Vorteil, dass man zum Sonnenaufgang ausgeschlafen parat steht. Also ich. Gern mit Knipse anbei. Und so begab es sich, dass wir um 8:15 Uhr auf dem schwappenden Steg standen und guckten und knipsten und debil lächelten und guckten und bibberten und guckten und lächelten vor Wetterglück. So schön... der Anblick von Elbe, Philharmonie, Hafen, Schiffen und Sonnenaufgang. Moin Moin Hamburg!


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Freitag, 1. Mai 2015

Wieso, weshalb, warum. Da bin ich wieder!

Bumms. Der Wagen schleudert über mehrere Spuren zwischen den fahrenden Autos hindurch. Bumms. Watte. Der Wagen schleudert über mehrere Spuren zwischen den fahrenden Autos hindurch. Seitenrand. Ich bremse dann mal.



Freitag, 6. Februar 2015

Ein Wochenende in Gent


Reingestolpert bin ich, also nicht ganz absichtlich ging es auf zur Bloggerreise. Was habe ich mich gefreut!! Und wohin? Nach Belgien. Genauer, in die Region Flandern. Brüssel kennste. Antwerpen kennste. Brügge auch (Brügge sehen und sterben und so). Und dazwischen liegt Gent. Gent? Tjaha. Was soll ich sagen ... Ich war unterwegs mit dem Pottteam Juli von Heimatpottential und Fee von Fee ist mein Name und klar aufe Hand, wir haben uns ganz schön verliebt in diese Stadt!
 



Gent ist nicht nur schön, sondern auch um ganz Flandern zu entdecken liegt die Stadt, als drittgrößte Belgiens und mit rund 240.000 Einwohnern, strategisch perfekt.

1.
Antwerpen, Brüssel und Brügge sind tagesausflugpassend drumherum.
2. I
n Gent ist abends immer schön was los (für "wenn man zurück kommt").

3. In Gent gibt's Erleuchtung. Ist so. Aber dazu die Tage mehr.

Sonntag, 2. November 2014

Tanz + Architektur

Was? Ja. Tanz und Architektur haben was miteinander.

Am Donnerstag war ich bei der Premiere des Stücks 'Here is you and not me' des 
MichaelDouglas Kollektivs, vorgestellt in der Orangerie in der Kölner Südstadt. Das Kollektiv erforscht seit Jahren, und fortwährend, mit dem Architekten Michael Steinbusch die Wechselwirkung von Körper, Raum und Objekt.


Foto von Martin Miseré


Freitag, 17. Oktober 2014

Die Autobahnkirche


Noch so ein Bauwerk das schon lange auf der Liste der gewünschten Besuche stand. Als ich letztens mit meiner Mutter über die A45 auf dem Weg nach Frankfurt zu ihrer Freundin aus Kindertagen war, fiel es mir bei dem ganzen vorfreudigen Geplapper geraaaaade noch rechtzeitig ein und wir fuhren in Wilnsdorf ab und zickzack, wie sie sich über den Baumwipfeln schon ankündigte, da war sie.

Die Autobahnkirche. Neben Hast und dem Ziel im Blick, ein Ort zur Pause und Ruhe. 40 an der Zahl gibt es in Deutschland. (Wusste ich nicht, hätte weniger geschätzt.) Und diese ist besonders. Besonders besonders auch mit den direkt umliegenden Nutzbauten für Fastfood und Schlafmöglichkeit. (Gerade fand auch noch ein Autorennen  auf dem nebenliegendem Parkplatz statt. Bisschen skuril.) Die Bilder die ihr bei solchen Bauten im Kopf habt - stimmen (leider. Ich mochte sie nicht knipsen.). Also, nu Architektur, liebe Leserinnen und Leser.




Sonntag, 12. Oktober 2014

Kolumba

Es gibt ja so Gebäude, da ist's schnuppe wer da ist oder hängt, da ist das Gebäude der Star. Das Museum Kolumba in Köln ist unabhängig von Ausstellungstücken, Bildern, Installationen, Skulpturen, immer einen Besuch wert. 






Donnerstag, 3. Juli 2014

Street Art Cologne - Innenstadt

Letzten Samstag habe ich nach der Führung im Belgischen Viertel vor ein paar Wochen, die Führung in der Innenstadt mitgemacht. So selten wie ich mich in der Altstadt und den touristisch bekannten Einkaufszonen aufhalte, war ich besonders gespannt, was es dort zu sehen gibt. In kleiner Runde waren wir unterwegs, regenreich und fast männerlos (Fuuuußball). Das war weniger verwunderlich als die wenigen Werke die zu finden waren. Kurz nachgedacht - These uffjestellt. Aber dennoch bin ich Sonntagmorgen um 7 Uhr spontan nochmal los um die karge Sachlage einer genaueren Überprüfung zu unterziehen. Wer nicht schlafen kann, geht Bilder suchen. Oder so. Mit aufgestelltem Karokragen und Lupe fest im Griff, fand ich einiges mehr, weitere Fragen, noch mehr Thesen und altbekannte Gedanken.

Warum lässt sich verhältnismäßig wenig an Streetart in den Bereichen Innenstadt, Fußgängerzone und Altstadt finden? Ist die Vergänglichkeit ein Grund? In den Fußgängerzonen werden die Lampenpfähle stets säubernd abgekratzt, die Läden wechseln häufig, bei Ketten samt Fassade → Identifikation zur Marke, Identitätsverfall des Stadtbildes. (Vortrag gefällig? ;) Ich zügele mich.)

Wiederum, ist es die Identifikation des Künstlers mit dem Ort der ihm un-/atraktiv erscheint? Findet eine Bewertung über das anbringen der Kunst statt? Ja. So sind an Läden wie "Kauf Dich glücklich" zig Stücke, das "Stecken", der ehemaligen Club in der Maastrichterstraße ist umgeben von einem Streetartmeer (leider nicht mehr lange), an Galerien, an kunstanmutenden Einrichtungen... nicht aber an Modekettenläden und snobby Clubs.

Kunst sucht die Nische in die sie passt, wo sie wahrgenommen wird, willkommen oder nötig ist (ob der Aussage).


Aber nun ↓ Bilderkes! Ein Teil meiner Ausbeute, die sich örtlich wie die Stadtführung, mit dem Belgischen Viertel überschneidet.

Invader in Sichtachse, Altstadt, Heumarkt, Regen.

Sonntag, 15. Juni 2014

Street Art Cologne - Belgisches Viertel


Endlich habe ich eine der Stadtführungen zur Straßenkunst in Köln mitgemacht. Von der Vernissage zur Street Art Cologne bei der Kunstagentin anlässlich ihrer Buchveröffentlichung zum Thema habe ich vor ein paar Wochen berichtet. Gestern ging es ins Belgischen Viertel, meinem Zuhauseveedel. Einiges kannte und wusste ich schon (yay!), viele Wissenslücken wurden geschlossen und ein Paar Fragen bleiben weiter offen und ich der Straßenkunst auf der Spur.

Kunst im öffentlichen Raum. Manches ausgeblendet, anderes als Schmiererei empfunden, gibt es Vieles, das stetig zunehmend als zeitgenössische vergängliche Kunst verstanden wird.

Ich freue mich auf die nächste Führung und Entdeckung (Innenstadt - Klick), gerne wieder gesäumt von Zurufen freundlicher Zeitgenossen: "Viiiel Spaß Ihr Touuuriiiis in Kölle, Kölle, Kööööölle!" ;)

Wenn Ihr mögt, bei Instagram zeige ich Urbanart die mir begegnet. 
Aber nu erstmal Bilder gucken, eine Auswahl!

Liebe Grüße + haltet die Augen auf :) Eure Minzateilzeittouri

Invader (FR), Alte Wallgasse

Mittwoch, 11. Juni 2014

Burg Altena + der Erlebnisaufzug

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Ein Besuch in der Heimat. Die Konfirmation vom weltallerbesten Neffen stand an. Eine schöne Feier war das und weiter habe ich nichts erwartet. Die Idee am nächsten Tag mal wieder nach Altena zu fahren, da sei so'n neuer Aufzug hoch zur Burg, hat mich nun nicht vom Hocker gerissen. Wie oft war ich da? 10 - 20 mal. Ok, zuletzt vor vielleicht 15 Jahren. Naja, gut, ist sicher ganz nett nach so langer Zeit, man sieht die Sachen ja nochmal mit anderen Augen.

Und??? Ich bin begeistert! Sowasvon! Ihr müsst da alle hin! Der Erlebnisaufzug wurde vor zwei Monaten eröffnet und es ist großartig - architektonisch, innenräumlich, medial, didaktisch, sehr unterhaltsam und lustig!

Die Burg Altena war übrigens die erste ständige Jugendherberge der Welt und ist noch im Originalzustand erhalten. Sehenswert! Wusste ich ja schon. Nur ein bisschen vergessen.
Die Heimat kennt man halt.

Und jetzt der 
Erlebnisaufzug, gespickt mit guten Ideen, der in seiner Architektur des Eingangsportals, dem neuen Tor zur Burg, fremdartig, aber gutartig die Kleinteiligkeit der kleinen Einkaufsstraße sprengt.

Es bedarf einer Wandlung in dieser Straße (in der Stadt). Dieser Eindruck ist etwa 20 Jahre alt. Das kubische hoch gestreckte Portal ist ein mutiger Neuanfang. In zweiter Reihe des Lenneufers steht es, das grüne Flussufer gesäumt von Grün und Bäumen aus Stahl (in der Region wird Draht gezogen) und Teilstücken zum Verweilen.



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Mittwoch, 4. Juni 2014

Dreiknick

Ich bin begeistert von dem Dreiknick, den Formen die dadurch entstehen, die Materialien die verschiedenste Anwendungen zulassen: Die Schuhe da unten habe ich probiert. Keine Zwischengrößen. Passten nicht. Grmpf! Mit der Paper Vase Cover gibt's kein Größenproblem, dafür verschiedene Lösungen (letzten Freitag gezeigt). Und dann gibt's so viel mehr Tolles !↓↓ 

Mitgemacht beim Mmi vom Frollein Pfau!
( Ich schreibe ein Dreieck, yay! )

Leeve Jröß ▼∆► Minza

(Quelle: Link unterm Bild
via Pinterest)

V

Pullover - Struktur - Tasche
Tasche - Teppich
Tasche - Vase
Schuhe - Faltung - Tasche
Akustikelement - Fassade
Lampe - Schal
Stuhl - Fassade
Möbel
Vorhang - Fassade - Architektur

Mittwoch, 19. März 2014

Feldkapelle von Peter Zumthor


Hart und aneckend steht das 12 Meter hohe, im Grundriss fünfeckige monolithische Bauwerk aus Beton inmitten von Feldern. Schritt für Schritt, sich annähernd, wird erst bei näherer Betrachtung deutlich, dass es sich um ein geweihtes Gotteshaus handelt, ein schlichtes Kreuz über der Tür weist auf die sakrale Bedeutung hin. 

Von 2005-2007 wurde die Kapelle mit vielen ehrenamtlichen Helfern und Fachhandwerkern gebaut. Für den Bau wurden 112 Baumstämme aus dem Wald von Bad Münstereifel zeltartig zusammengefügt, von außen geschalt und der Zwischenraum in Schichten mit Stampfbeton gefüllt. Drei Wochen köhlerten die Bauherren Scheidtweiler und ihre Helfer das Bauwerk aus, das immer noch ein wenig am Geruch (eingebildet!?) und besonders an der Farbstruktur im Inneren ablesbar ist. Ausgelassen ist der obere Abschluss, durch den neben Licht auch Regen einfällt und sich auf dem unebenen Boden sammelt. Der Boden ist aus einem Blei-Zinngemisch (Bezug → Bleiberg-Stadt Mechernich) und wurde an Ort und Stelle erhitzt und gegossen. Zusätzlich fällt stimmungsvoll Licht über etwa 300 in die Wände eingesetzte Röhren, im Inneren mit aufgesetzten mundgeblasenen Glashalbkugeln ein. Alle vier Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) sind vertreten.

Durch die dreieckige Metalltür gegangen, weitet sich der Raum, der sich von außen nicht annähernd erahnen lässt. Ich hebe automatisch den Blick gen Himmel und fühle mich inmitten der groben Struktur und den im Kontrast dazu stehenden feinen runden eingesetzten Lichtglaskugeln mit Bezug zum Außen, dem warmen Licht und Honigduft der Kerzen, in dem sich nach oben verjüngenden zelt-/höhlenartigen Raum geborgen. 

Im Innern verstummt der Wind, im Sommer bei sengender Hitze muss es wohltuend kühl sein, bei tosendem Regen und Wolkenbildern muss die Kubatur inmitten der sanften Feldhügel eine wieder besondere Wirkung haben. Ich muss also nochmal hin!













Weil ich die Geschichte, wie es zu dieser Kapelle kam, so schön finde ... muss ich sie auch noch schnell erzählen (wenn Ihr sie nicht schon kennt!?).

Als der weltweit renommierte schweizer Architekt Peter Zumthor (*26. April 1943 in Basel) das Kölner Diözesanmuseum baute (Kolumba), schrieben ihm die Landwirte Scheidtweiler einen Brief. Sie baten ihn eine Kapelle zu entwerfen um diese Bruder Klaus zu widmen, der Ihnen persönlich von hoher Bedeutung ist. Bruder Klaus, Heiliger Nikolaus von der Flüe, Schutzpatron der Katholischen Landjugendbewegung, 1417-1487, heilig gesprochen 1947. Ungewöhnliche Herangehensweise, aber Bruder Klaus, auch Schweizer, war auch Lieblingsheiliger von Zumthors Mutter. Über diese Verbundenheit entstanden ein persönlicher Kontakt und dieses einzigartige Bauprojekt für das Zumthor auf sein Honorar verzichtete.

Schön, nicht wahr?

Mit Ka und We war ich/Em letzten Sonntag auf dem Feld. Und da kann ich noch viel lernen in Sachen meiner Knipserei und seiner Fotografie → La Lumière du Loup

Liebe Grüße . Eure Minza




Infos zur Kapelle:

• Öffnungszeit
 
Sommer 10 – 17 Uhr, Winter 10 – 16 Uhr
montags geschlossen, außer an kirchlichen Feiertagen

• Besucherparkplatz

Iversheimer Straße, 53894 Mechernich-Wachendorf
Der kurze Fußweg zur Kapelle ist ausgeschildert

Freitag, 24. Januar 2014

Mitgebracht #5

Sehr gefreut habe ich mich diese Woche über Worte, schwarz auf weiß zu meinem Heim. Guckt mal. Und ich habe wieder gestöbert, mich verloren, wiederentdeckt, gepinnt, geschoben und mitgebracht. Rotes, Kraftvolles, Schönes, Ausgelassenes, Überraschendes, Liebes (kennt Ihr die Szene des Bildes von Mann und Frau am Tisch? schon was älter, aber nicht minder schön).

 

drauf geklickt = größer gemacht
Mitgebracht von Pinterest / Minza will Sommer

 Es ist Freitag! Morgen ist Samstag... Was liegt bei Euch am Wochenende an? Bei mir: Einstimmen in den Karneval (heute als Minimalverkleidung Mia Wallace), lecker essen bei Kravalski und quatschen, quatschen und Quatsch machen.

Liebe Grüße + plan to be suprised! Eure Minza


Mitgebracht #4

Dienstag, 7. Januar 2014

Immanuel-Kirche in Köln


Noch vor ein paar Wochen weihnachtetetetete es sehr und anlässlich unserer Büroweihnachtsfeier waren wir bei schönstem Sonnenschein zum Architekturschwank unter anderem hier. ↓



Die Immanuel-Kirche
in Köln-Flittard/Stammheim wurde im März 2013 eingeweiht. Die Bestandsgebäude der zusammengelegten Gemeinden von Stammheim und Flittard ließen aufgrund der Bausubstanz und räumlichen Defizite keine Sanierung zu. Die Kosten trugen sich durch den Verkauf des ehemaligen Kirchengrundstücks, einer beachtlichen Summe von Spendengeldern der Gemeindemitglieder und Zuschüssen vom Kirchenverband.


Der Baukörper liegt inmitten eines gemischten Wohngebiets, auf einer Grünfläche mit altem Baumbestand, erhöht vom Straßenraum. Siedlungen aus den 50er Jahren säumen den Stadtteil, ein Neubaugebiet wird aktuell erschlossen.

Der holzverkleidete Glockenturm und die Treppenanlage  aus Beton markieren den Zugang. Kirche und Kapelle, in gleicher finnischer Lärchenverkleidung, stehen auf Rasenflächen zwischen vereinzelten Birken und Buchen.


Über das schräg gestellte Foyer betritt man das hochräumige Mittelschiff über dem die positiv/negativ gestufte Empore liegt. Der Kirchenraum weitet sich, Licht fällt über dem Altar durch das Himmelsfenster herab über die Holzlamellenwand, die in ihrer Kleinteiligkeit farblich die Lichtwirkung unterstützt. Dahinter befindet sich die Orgel, schemenhaft zu erahnen. 




Von dem zentralen Raum gehen allseitig Nebenräume ab, die mittels mobiler Holzwände große Flexibilität in der Nutzung bieten. Konzerte, Feste, Lesungen, Vorträge, parallel stattfindende Gruppentreffen und Kurse – vieles ist möglich.



180° gedreht, fällt der Blick auf die aufwärts gefaltete Empore deren Abschluss eine mattierte Glasscheibe bildet, durch die sich, heran getreten, der weich gezeichnete Baumbestand erahnen lässt. Die Lichtwirkung je nach Lichteinfall, der Einsatz von dezentem, schlicht gefasstem künstlichen Licht, die sich zum Fenster schräg verjüngenden Holzstufen, Rückzug und doch dabei, ... das macht die Empore zum Wohlfühlort, einschmiegen möchte man sich.






Die Kapelle, etwas zurück gesetzt neben dem Gotteshaus, ist sehr klein, sehr fein. Hier finden Gebetstreffen statt, musikalisch meditative Taizé-Gebete in der Advents- und Passionszeit  und von geliebten Menschen wird hier Abschied genommen. Wie im Gottesdienstraum fällt auch hier Licht über ein Himmelsfenster die mit Kreuz behangene Wand herunter. Umgeben von gebürsteten Holzwänden, sehr einfach, sehr klar, keine Ablenkung, Besinnung, Einkehr in wärmender Ruhe.






So klar die Architektur wirkt, die Innenräume hell, einfach und flexibel strukturiert, das raumumgebende weiß lasierte finnische Fichtenholz Wärme vermittelt, so fein und monumental zugleich die Holzlamellen den Raumrücken stärken, so störend wirkt leider das aus den alten Räumlichkeiten mitgebrachte Mobiliar. Altar, Kanzel und Taufbecken sind klobig, die Bestuhlung ist lediglich praktisch stapelbar - Fremdkörper. Aber davon abgesehen, ist es ein gelungener Ort zur inneren Einkehr und für ein aufgeschlossenes Gemeindeleben mit Bezug zum Stadtteilgeschehen.

Architekten Sauerbruch Hutton, beschränkter Wettbewerb 2009
Bauherr Ev. Brückenschlaggemeinde Köln-Flittard/Stammheim
Bauzeit 1 Jahr
Baukosten 3,7 Millionen
Bruttogeschossfläche 880 m²
Nachtrag: Deutscher Architektur Preis 2015 und Video des WDR

Wart Ihr schon hier?
Nachtrag: Ja + ich bin begeistert, wie man hier lesen kann!

Liebe Grüße :) Eure Minza

Montag, 28. Oktober 2013

MIES 1:1


Projekt Mies, ein Architekturmodell im Maßstab 1:1 in Krefeld. Habe ich es gestern doch noch dorthin geschafft. (David Chipperfield auch.) 1930 wurden die Architekten Mies van der Rohe und August Biebricher vom Krefelder Golfclub eingeladen, an einem Wettbewerb für ihr Clubhaus teilzunehmen. Der Entwurf blieb damals unrealisiert; das Modell wurde vom belgischen Architekturbüro Robbrecht en Daem nun verwirklicht, initiiert von Kuratorin Ulrike Lange (Urenkelin des damaligen Golfclub-Vorstands). Ein Kurzfilm wurde gedreht, verschiedene Musikprojekte nutzten die Stimmung die von Baukörper und Landschaft ausgehen. Fünf Monate ließ sich das Modell im Landschaftschutzgebiet am Egelsberg begehen und - noch bis zum 3. November '13. (Verlängerung)



Regen und Wind begleiteten den Weg nach Krefeld. An Feldern und Wäldern entlang auf einer kleinen Anhöhe steht inmitten von Grün der Baukörper. Kreuzförmig die Stützen die ein Tragen in zwei Richtungen gestatten. Kreuzförmig zieht sich der Skelettbau mit überspanntem Dach in die Landschaft. Sonne.

Beim Begehen sehe ich Bauhausmöbel, Mode der 30'er Jahre und Clubhaustreiben vor meinem inneren Auge. Die Baukörper strecken sich in die Landschaft, Schatten und Reflektion betonen Geradlinigkeit und Material. Zu gerne hätte ich die schweren Gardinen im Wind wehen sehen, die ich zuvor auf Fotos sah. Zu viel Wind, zu viel Nass? Mies' Fassung und Loslösung von Raum beeindruckt. (Mal wieder.)










Mehr Information zu MIK (Mies in Krefeld) auf der Projektseite.
Mehr Fotos bei NinjassiebenStylingfieber.

Liebe Grüße . Minza